FAQ

Für Standardanwendungen wird zum Betrieb der Glovebox eine Inertgasversorgung mit 6 bar (80–90 psi) benötigt. Als Prozessgase können Argon, Stickstoff oder Helium verwendet werden.

Zusätzlich wird für die Regeneration der Gasreinigungssäule ein Formiergas benötigt. Dieses sollte aus 3–10 % Wasserstoff bestehen, wobei der verbleibende Anteil dem im System verwendeten Arbeitsgas (Argon, Stickstoff oder Helium) entspricht. Das Formiergas sollte über einen Niederdruckregler (ca. 0–20 psi) bereitgestellt werden, damit der Gasdurchfluss zu Beginn des Regenerationsprozesses präzise eingestellt werden kann.

Der Anschluss an eine Gebäudeabluft ist optional und für den normalen Betrieb des Systems nicht zwingend erforderlich. Auch für die Installation und Inbetriebnahme einer Glovebox wird in der Regel keine Gebäudeabluft benötigt.

Obwohl ein Abluftanschluss für den ordnungsgemäßen Betrieb nicht notwendig ist, wird er dringend empfohlen, wenn mit potenziell gefährlichen Stoffen gearbeitet wird.

Wenn das System an eine Gebäudeabluft angeschlossen wird, sollten in der Regel folgende Komponenten mit der Abluft verbunden werden:

  • Spülventil
  • Vakuumpumpe
  • Regenerationsabluft

Für die meisten Glovebox-Systeme sind die Empfehlungen in unserem Wartungsleitfaden ausreichend, um einen zuverlässigen und langfristigen Betrieb sicherzustellen.

Wenn Sie Fragen zur Wartung Ihres spezifischen Systems haben oder Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns gerne. Unsere Experten beraten Sie zu den empfohlenen Wartungsmaßnahmen und helfen Ihnen bei der Auswahl der passenden Ersatz- und Verschleißteile.

Wie häufig eine Kalibrierung erforderlich ist, hängt von den Anforderungen Ihrer Anwendung ab.

Die Sensoren weisen eine spezifizierte Drift von < 10 % pro Jahr bei einer Messkonzentration von 10 ppm auf. Für einige Forschungsanwendungen kann es ausreichend sein, die Sensoren erst nach mehreren Jahren zu kalibrieren. In Produktionsanwendungen wird hingegen empfohlen, die Sauerstoff- und Feuchtigkeitssensoren jährlich zu kalibrieren, um dauerhaft präzise und zuverlässige Messergebnisse sicherzustellen.

Ein Stromausfall beschädigt das System nicht. Sobald die Stromversorgung wiederhergestellt ist, setzt die Glovebox ihren Betrieb grundsätzlich in dem Zustand fort, in dem sie sich vor dem Ausfall befand.

Bei einem geplanten Stromausfall wird empfohlen, die laufenden Arbeiten zu beenden, alle Systemfunktionen auszuschalten und das System ordnungsgemäß herunterzufahren. Im Falle einer Spannungsspitze oder Spannungsschwankung kann am Frequenzumrichter des Umluftgebläses eine Störung auftreten. In diesem Fall gehen Sie wie folgt vor:

  • Schalten Sie die Umluft aus
  • Setzen Sie die Störung am Frequenzumrichter zurück
  • Schalten Sie die Umluft anschließend wieder ein

So kann das System in der Regel problemlos weiterbetrieben werden

Dieser Alarm wird automatisch nach jeweils 2.000 Betriebsstunden des Feuchtigkeitssensors angezeigt und dient als Erinnerung daran, den H₂O-Sensor zu warten.

Der Feuchtigkeitssensor sollte regelmäßig gereinigt und anschließend mit Phosphorsäure behandelt werden. Je nach Einsatzbedingungen wird dies in der Regel alle 3 bis 6 Monate empfohlen. Eine detaillierte Anleitung zur Reinigung finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Systems.

Nach der Wartung kann der Alarm wie folgt zurückgesetzt werden:

  1. Zum Menü „Common Parameters“ wechseln
  2. Den Punkt „Service H₂O Probe“ auswählen
  3. Den Betriebsstundenzähler auf 0 zurücksetzen
  4. Den Alarm quittieren

Wichtig: Die Reinigung des Feuchtigkeitssensors ist nicht mit einer Kalibrierung gleichzusetzen. Beide Wartungsmaßnahmen erfüllen unterschiedliche Funktionen und sollten unabhängig voneinander durchgeführt werden.

Diese Meldung weist darauf hin, dass die Hauptventile des Gasreinigungssystems nicht vollständig geöffnet sind.

Die Ventile werden elektropneumatisch betätigt und benötigen einen Versorgungsdruck von etwa 5,5 bar (80 psi), um vollständig geöffnet zu bleiben. In den meisten Fällen wird diese Meldung durch einen zu niedrigen Druck der Druckluft- bzw. Gasversorgung verursacht. So beheben Sie das Problem:

  • Überprüfen Sie den Versorgungsdruck des Systems
  • Stellen Sie sicher, dass ein Druck von ca. 5,5 bar (80 psi) anliegt
  • Passen Sie den Versorgungsdruck gegebenenfalls entsprechend an

Sobald der erforderliche Druck wieder erreicht ist, öffnen die Hauptventile ordnungsgemäß und die Fehlermeldung sollte verschwinden.

Nicht unbedingt. Bei Bedarf statten wir die Gasreinigung mit einem integrierten Wärmetauscher aus, der für optimale Betriebstemperaturen innerhalb der Glovebox sorgt.

In heißen Klimazonen wird empfohlen, den Wärmetauscher an eine Wasserkühlung anzuschließen. Dadurch lassen sich angenehme Arbeitsbedingungen in der Glovebox aufrechterhalten und die Leistungsfähigkeit des Systems unterstützen. Befindet sich die Glovebox hingegen in einem klimatisierten Labor, in dem die Raumtemperatur bereits konstant geregelt wird, ist solch ein Anschluss in der Regel nicht erforderlich.

Diese Meldung bedeutet, dass der Motorschutzschalter der Vakuumpumpe (VPG 1) ausgelöst hat. Die häufigste Ursache ist eine zu hohe Stromaufnahme der Vakuumpumpe. Der Alarm kann jedoch auch durch eine Spannungsspitze, eine Stromschwankung oder eine andere elektrische Störung ausgelöst werden. So beheben Sie das Problem:

  1. Ölstand und Ölqualität der Vakuumpumpe prüfen
    • Stellen Sie sicher, dass die Pumpe vollständig mit sauberem Öl befüllt ist
    • Verschmutztes oder zu niedriges Öl kann die Stromaufnahme erhöhen
  2. Motorschutzschalter zurücksetzen
    • Nachdem der Ölstand überprüft wurde, setzen Sie den Motorschutzschalter im Hauptschaltschrank zurück
    • Schalten Sie anschließend die Vakuumpumpe wieder ein
  3. Stromaufnahme prüfen
    • Löst der Motorschutzschalter erneut aus, sollte die Stromaufnahme der Vakuumpumpe gemessen werden
  4. Einstellung des Motorschutzschalters kontrollieren
    • Bei einigen Systemen verfügt der Motorschutzschalter über einen einstellbaren Auslösestrom
    • In diesem Fall kann der zulässige Stromwert innerhalb der vorgegebenen Grenzen leicht erhöht werden, um der altersbedingt etwas höheren Stromaufnahme der Pumpe Rechnung zu tragen

Sollte der Motorschutzschalter weiterhin auslösen, empfehlen wir, den MBRAUN Service zu kontaktieren, um die Ursache fachgerecht zu überprüfen und Folgeschäden zu vermeiden.

Diese Meldung bedeutet, dass entweder der Motorschutzschalter des Umluftgebläses (GB1) ausgelöst hat oder eine Störung am Frequenzumrichter des Gebläses vorliegt. Mögliche Ursachen sind:

  • eine überhöhte Belastung oder Verschleiß des Umluftgebläses
  • Spannungsspitzen oder Netzspannungsschwankungen
  • verschmutzte Boxfilter, die den Luftstrom behindern

So beheben Sie das Problem:

  1. Öffnen Sie den Schaltschrank und suchen Sie den Frequenzumrichter (i.d.R. mit „U1“ gekennzeichnet)
  2. Notieren Sie den auf dem Display des Frequenzumrichters angezeigten Fehlercode
  3. Schalten Sie die Umluft (Circulation) am System aus
  4. Kontrollieren Sie, ob die Boxfilter verschmutzt sind; Reinigen oder ersetzen Sie die Filter bei Bedarf
  5. Setzen Sie den Frequenzumrichter bei ausgeschalteter Umluft über die entsprechende Reset-Taste zurück
  6. Sobald der Fehlercode gelöscht wurde, schalten Sie die Umluft wieder ein

Sollte die Störung bestehen bleiben, wenden Sie sich bitte an den MBRAUN Service. Halten Sie dabei folgende Informationen bereit:

  • die Projektnummer Ihrer Glovebox
  • den Fehlercode des Frequenzumrichters

Hinweis: Ist das Display des Frequenzumrichters (LCD) ausgeschaltet und zeigt keinerlei Informationen an, kontaktieren Sie bitte ebenfalls den MBRAUN Service, da dies auf eine weitergehende elektrische Störung hinweisen kann.

Ja. Vor der ersten Inbetriebnahme sollte die Glovebox mit dem vorgesehenen Arbeitsgas (Stickstoff, Argon oder Helium) gespült werden, bis eine Sauerstoffkonzentration von unter 100 ppm erreicht ist. Erst anschließend sollte die Umluft (Circulation) eingeschaltet werden.

Als Richtwert werden etwa 11-fache Boxvolumina an Spülgas benötigt, um einen Sauerstoffgehalt von < 100 ppm zu erreichen. Der tatsächliche Gasverbrauch kann jedoch je nach Installation und Spülverfahren variieren. Faustregel: ca. 1 Gasflasche (50 Liter) pro m³ Boxvolumen ist in der Regel ausreichend, um die Glovebox auf einen Sauerstoffgehalt von unter 100 ppm zu spülen.

Für eine Regeneration benötigen Sie etwa 1/3 einer 50-Liter-Gasflasche mit einem Regenerationsgas, das 2-5 % Wasserstoff (H₂) in Argon oder Stickstoff enthält.

Bei einer Wasserstoffkonzentration von 5 % beträgt der Gasverbrauch pro Regeneration ca. 3.500 Liter Regenerationsgas, das entspricht ca. 70-80 bar einer 50-Liter-Gasflasche.
Wird eine Wasserstoffkonzentration von weniger als 5 % verwendet, erhöht sich der benötigte Gasverbrauch auf ca. 7.000 Liter Regenerationsgas.

Der tatsächliche Gasverbrauch kann je nach Systemkonfiguration und den gewählten Regenerationseinstellungen leicht variieren.

Eine Regeneration sollte durchgeführt werden, wenn der Sauerstoff- (O₂) oder Feuchtigkeitswert (H₂O) in der Glovebox den für Ihren Prozess zulässigen Grenzwert überschreitet. Maßgeblich ist dabei der ppm-Wert, ab dem die Qualität Ihres Produkts oder Prozesses beeinträchtigt werden könnte.

Unabhängig davon wird empfohlen, die Gasreinigung etwa alle 3 bis 6 Monate zu regenerieren, um eine dauerhaft hohe Reinigungsleistung und stabile Atmosphärenbedingungen sicherzustellen.

Stellen Sie vor Beginn der Regeneration sicher, dass der Sauerstoffgehalt in der Glovebox unter 100 ppm liegt.

Ist dieser Wert noch nicht erreicht, sollte das System zunächst mit Arbeitsgas gespült werden, bis ein O₂-Wert von < 100 ppm erreicht ist. Das Boxgas wird nach dem Evakuieren zum Befüllen und Abkühlen der Gasreinigungssäule verwendet und sollte daher einen möglichst niedrigen Sauerstoffgehalt aufweisen.

Vor dem Start der Regeneration erscheint die Sicherheitsabfrage „Are you sure you want to regenerate?“. Bis zu diesem Zeitpunkt kann der Vorgang mit „NO“ abgebrochen werden.

Nachdem die Regeneration mit „YES“ bestätigt und der Regenerationsgasfluss geprüft wurde, kann der Vorgang nicht mehr vollständig abgebrochen werden.

Auch wenn die Regenerationsgasflasche leer ist oder nicht genügend Gas enthält, muss der Regenerationszyklus vollständig durchlaufen werden. Das System wird dadurch nicht beschädigt, jedoch wird die entsprechende Gasreinigungssäule gesperrt, wenn die Regeneration vorzeitig beendet wird.

Die verbleibende Regenerationszeit kann jederzeit auf der Statusseite im Menü Regenerationsgas eingesehen werden.

1 kg Aktivkohle kann etwa 100 ml Lösungsmittel aufnehmen. Die empfohlenen Wechselintervalle hängen von der Größe des Lösungsmittelfilters und der verwendeten Lösungsmittelmenge ab:

  • Interner Lösungsmittelfilter (1 kg Aktivkohle): Wechsel je nach Anwendung etwa monatlich
  • Kleiner externer Lösungsmittelfilter (5 kg Aktivkohle): Wechsel je nach Lösungsmittelbelastung etwa alle 3-6 Monate
  • Großer externer Lösungsmittelfilter (8 kg Aktivkohle): Wechsel je nach Lösungsmittelbelastung etwa alle 3-6 Monate



Das ist ein gutes Zeichen und zeigt, dass die Regeneration ordnungsgemäß funktioniert. Während der Regeneration wird die Gasreinigungssäule erhitzt. Dabei wird die gespeicherte Feuchtigkeit (H₂O) aus dem Material ausgetrieben. Der Wasserdampf kondensiert anschließend und kann sich teilweise im Durchflussmesser als Wasser niederschlagen.

Diese Fehlermeldung bedeutet, dass die elektropneumatischen Ein- oder Auslassventile der Gasreinigungssäule (RKM) nicht vollständig geöffnet oder geschlossen sind. Die häufigste Ursache ist eine leere Gasflasche oder ein zu niedriger Versorgungsdruck des Arbeitsgases.

  • Prüfen Sie den Druck der Arbeitsgasversorgung und stellen Sie diesen auf 6 bar ein
  • Besteht die Fehlermeldung weiterhin, sollte die Gasflasche ausgetauscht werden

Als Arbeitsgas können Stickstoff (N₂), Argon (Ar) oder Helium (He) verwendet werden. Der Versorgungsdruck sollte 6 bar betragen. Hierfür ist ein geeigneter Druckminderer mit passendem Einstellbereich erforderlich.

Als Regenerationsgas wird ein Gasgemisch mit 2-5 % Wasserstoff (H₂) und 95-98 % Argon oder Stickstoff (abhängig vom verwendeten Arbeitsgas) eingesetzt.

Der Versorgungsdruck des Regenerationsgases sollte 0,3 bis 0,4 bar betragen. Auch hierfür wird ein geeigneter Druckminderer mit entsprechendem Einstellbereich benötigt.

Ein Stromausfall verursacht keine Schäden am System. Während des Stromausfalls schließen sich automatisch alle Systemventile.

Sobald die Stromversorgung wiederhergestellt ist, startet das System neu und kehrt in den Betriebszustand zurück, in dem es sich vor dem Stromausfall befand. War zum Zeitpunkt des Stromausfalls eine Regeneration aktiv, hängt das Verhalten von der installierten Softwareversion ab:

  • Bei einigen Softwareversionen wird die Regeneration an der unterbrochenen Stelle fortgesetzt
  • Bei anderen Versionen beginnt der Regenerationsprozess nach dem Neustart erneut von vorne

Der Sauerstoffsensor ist grundsätzlich wartungsfrei, sollte jedoch erstmals nach 15 Monaten und anschließend alle 12 Monate kalibriert werden.

Der Feuchtigkeitssensor sollte gemäß der Systemmeldung alle 2.000 Betriebsstunden gereinigt und anschließend mit 85 %iger Phosphorsäure re-passiviert werden. Nach der Wartung ist der Betriebsstundenzähler gemäß Bedienungsanleitung auf „0“ zurückzusetzen.

Für Produktionsanlagen wird außerdem empfohlen, den Feuchtigkeitssensor regelmäßig zu kalibrieren, um dauerhaft präzise Messergebnisse sicherzustellen.

Ob ein Anschluss an eine Abluftanlage erforderlich ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten, insbesondere der Raumgröße und der vorhandenen Lüftung, ab. Beim Betrieb einer Glovebox mit einer 50-Liter-Gasflasche können im Falle einer Spülung oder Leckage bis zu 10.000 Liter Gas in den Raum gelangen. Bei einer Versorgung über einen Gastank sind entsprechend deutlich größere Gasmengen möglich.

Wird mit gefährlichen Stoffen gearbeitet, wird ein Anschluss an eine Abluftanlage ausdrücklich empfohlen.

In der Regel sollten folgende Komponenten an die Abluft angeschlossen werden:

  • Vakuumpumpe
  • Spülgas-Auslassventil (Purge Outlet)
  • Regenerationsgas-Auslass
  • Überdruck-Sicherheitsventile
  • gegebenenfalls die Auslässe zusätzlicher Spülventile

Die technischen Anforderungen an die Abluftanlage sind in der Bedienungsanleitung des Systems beschrieben.

Diese Fehlermeldung weist auf eine Störung des Frequenzumrichters oder auf einen ausgelösten Motorschutzschalter des Umluftgebläses (GB1) hin.

  • Prüfen Sie den Frequenzumrichter im Schaltschrank der Gasreinigung
  • Den angezeigten Fehlercode finden Sie in der Bedienungsanleitung beschrieben
  • Führen Sie einen Reset am Frequenzumrichter durch, um die Fehlermeldung zurückzusetzen
  • Prüfen Sie außerdem, ob eine Sicherung oder der Motorschutzschalter ausgelöst hat, und schalten Sie diese gegebenenfalls wieder ein

Tritt die Störung wiederholt auf, können folgende Ursachen vorliegen:

  • verschmutzte Box-Staubfilter
  • ein defektes Umluftgebläse

In diesem Fall empfehlen wir, den MBRAUN Service zu kontaktieren.

MBRAUN bietet keine direkte WLAN-Anbindung für die myMBRAUN App an. Der Grund dafür ist, dass für die Einrichtung die Zugangsdaten (WLAN-Passwort) des Kundennetzwerks erforderlich wären, die MBRAUN in der Regel nicht kennt.

Stattdessen empfehlen wir, einen handelsüblichen WLAN-Router zu verwenden. Dieser wird mit dem vorhandenen WLAN verbunden und anschließend über den Ethernet-Anschluss der Glovebox mit dem System verbunden. Sollen mehrere Gloveboxen über eine einzige IP-Adresse angebunden werden, empfiehlt sich der Einsatz eines Netzwerk-Switches mit NAT-Funktion (Network Address Translation). Die Einrichtung und Verwaltung der Netzwerkverbindung sollte grundsätzlich durch die IT-Abteilung des Betreibers erfolgen.

Falls möglich, sollte die Glovebox eingeschaltet und mit laufender Umluft betrieben werden. Muss das System dennoch außer Betrieb genommen werden, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Legen Sie empfindliche Materialien in die große und/oder kleine Schleuse. Sofern dies für die Materialien unkritisch ist, empfiehlt sich das Evakuieren der Schleuse
  2. Schalten Sie die Umluft und, falls vorhanden, die Boxkühlung aus
  3. Stellen Sie am Bedienpanel den Arbeitsdruck auf einen Bereich von 10-14 mbar ein und halten Sie diesen Druck für etwa 15 Minuten
  4. Schalten Sie anschließend alle noch aktiven Funktionen über das Bedienpanel bzw. die Bedienelemente aus
  5. Schalten Sie das System über den Hauptschalter auf „OFF“
  6. Schließen Sie abschließend die Gasversorgung der Glovebox

Zeigt Ihr Sauerstoffsensor (O₂) dauerhaft zu hohe ppm-Werte an oder verändert sich der angezeigte Messwert überhaupt nicht, überprüfen Sie bitte folgende Punkte:

  • Befinden sich flüchtige, sauerstoffhaltige oder korrosive Substanzen in der Glovebox? Diese können die Messung des Sauerstoffsensors beeinflussen
  • Prüfen Sie die Glovebox auf Undichtigkeiten. Kontrollieren Sie insbesondere, ob die Handschuhe beschädigt sind oder Löcher aufweisen, da bereits kleine Leckagen zu erhöhten Sauerstoffwerten führen können

Zeigt Ihr Feuchtigkeitssensor (H₂O) dauerhaft den gleichen Messwert an und reagiert nicht mehr auf Änderungen, überprüfen Sie bitte folgende Punkte:

  • Kontrollieren Sie den Sensorkopf. Dieser könnte verschmutzt sein oder die Phosphorsäurebeschichtung ist vollständig verbraucht bzw. ausgetrocknet
  • Sie wissen nicht, wie der Sensor gereinigt und neu beschichtet wird? Sehen Sie sich unser How-to-Video an. Dort wird Schritt für Schritt erklärt, wie Sie den Sensorkopf reinigen und anschließend erneut mit Phosphorsäure beschichten

Zeigt Ihr Lösungsmittelsensor (HC) dauerhaft 0 ppm an und verändert sich der Messwert nicht, überprüfen Sie bitte folgende Punkte:

  • Prüfen Sie die Funktion des Sensors. Halten Sie dazu ein Alkoholtuch (Alcohol Pad) vor den Sensorkopf. Der angezeigte ppm-Wert sollte sich unmittelbar verändern
  • Kein Alkoholtuch zur Hand? Kontaktieren Sie unseren Service unter service@mbraun.de, um ein kostenloses Testmuster anzufordern, oder bestellen Sie ein Alkoholtuch mit der Artikelnummer 2612298